Review: Marc Bolan & T. Rex – BORN TO BOOGIE – THE MOTON PICTURE DELUXE EDITION

-

Review: Marc Bolan & T. Rex – BORN TO BOOGIE – THE MOTON PICTURE DELUXE EDITION

- Advertisment -

marc bolan t rexKinokonzertfilm von 1972 als Luxuspaket mit Doppel-DVD/CD und auch als Blu-ray.

Binnen Monaten meisterte der knapp 1.60 Meter kleine Londoner Marc Bolan den Spagat: Vom poetischen Folkminnesänger zur europaweit verehrten Popikone, vom Underground-Geheimtipp zum selbstverliebten Glam-Rock-King mit fatalem Hang zu Kokain und Brandy. Von Herbst 1970 bis Frühjahr 1973 dominierte der in Samt, Satin und Lurex gekleidete Bolan nicht nur die britische Popwelt, sondern gleich ganz Europa. T. Rextasy betitelten die britischen Zeitungen den Triumphzug des lockenköpfigen Sängers, Gitarristen und Komponisten, der schon seit 1957 in diversen Inkarnationen auf den Durchbruch hoffte. Auf dem Höhepunkt, am 18. März 1972 im Londoner Wembley Stadium, verkauften T. Rex zwei Konzerte mit jeweils rund 18.000 Besuchern aus – von Ex-Beatle Ringo Starr mit fünfköpfigem Kamerateam auf 16mm festgehalten. Es ist ein regelrecht hysterisches Spektakel mit an „Magical Mystery Tour“ angelehnten Surreal-Sequenzen (u.a. einer Alice-im-Wunderland-Partygroteske mit „Catweazle“-Darsteller Geoffrey Bayldon, skurrilen Spinnereien auf einer leeren Flughafen-Startbahn von Marc und Ringo), das erst neun Monate später den Weg in die Kinos fand. In den 80ern kurze Zeit als VHS-Kopie erhältlich, erschien der restaurierte Konzertfilm um Zusatzmaterial erweitert vor einigen Jahren schon einmal auf DVD und CD. Für die aktualisierte DELUXE EDITION (2 DVD & 2 CD) addieren sich zum restaurierten Kinofilm „Born To Boogie – The Motion Picture“ diverse Extras: Eine Urversion des Abendkonzerts sowie die komplette Matinee vom späten Nachmittag ergänzen sich mit zahlreichen Out-Takes: im Apple-Studio mit Ringo Starr und Elton John, Backstage-Talk, Kinotrailer, Homemovies, Newspaper-Galerie, die Dokumentation „Cosmic Rock“, Interviews und weitere Überraschungen. Produzent Tony Visconti überarbeitete sowohl die Konzertmitschnitte mit überlangen Versionen von ›Hot Love‹, ›Get It On‹, ›Jeepster‹ und ›Telegram Sam‹, als auch die alternativen Studio-Takes von Little Richards ›Tutti Frutti‹ und ›Children Of The Revolution‹.

Marc Bolan & T. Rex
BORN TO BOOGIE – THE MOTON PICTURE DELUXE EDITION
DEMON/EDSEL/SOULFOOD
9/10

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Das Neueste

Slash: Neue Platte bei Gibson Records

Der bekannte Gitarrenhersteller hat seinen Fuß jetzt auch in das Label-Business gesetzt. Als erste Veröffentlichung hat das Label ein neues...

Metal Church: Sänger Mike Howe gestorben

Mike Howe ist im Alter von 55 Jahren gestorben. Das teilte seine Band Metal Church vor sieben Stunden auf...

Flashback: In Gedenken an Karac Plant

Der 26.07.1977 ist einer der dunkelsten Tage für Robert Plant: Sein Sohn stirbt. Ein Magenvirus ist Schuld daran, dass Karac...

Rückblende: The Rolling Stones mit ›Let It Loose‹

„Ich verstand hinterher nicht wirklich, worum es da ging“, sagt Texter Mick Jagger über einen Track auf EXILE ON...
- Werbung -

Queen + Adam Lambert: Das Wunder

Die Debatte, ob es richtig war, ohne Freddie Mercury weiterzumachen, wird in manchen Kreisen bis in alle Ewigkeit geführt...

Videos der Woche: Alice Cooper mit TRASH

Trash. Zu Deutsch: Müll. Doch das Album sollte die Karriere des Gruselrockers nicht in die Tonne befördern, sondern zu...

Pflichtlektüre

David Remnick – BRUCE SPRINGSTEEN

Ein wenig dünn. Und zwar in fast jeder Hinsicht. Das...

Opeth – PALE COMMUNION

Progressive Erhabenheit. Als sich Opeth auf HERITAGE (2011) deutlicher denn...
- Advertisement -

Das könnte dir auch gefallen
Für dich empfohlen