Pete MacLeod – ROLLING STONE

-

Pete MacLeod – ROLLING STONE

- Advertisment -

MacLeod, PeteKeine Offenbarung, aber schön.

Singer/Songwriter Pete MacLeod war der erste Musiker, den Alan McGee für sein neues Label 359 Music unter Vertrag nahm. Kein schlechter Leumund, kann man dem Oasis-Entdecker doch durchaus ein gutes Pop-Näschen zusprechen – einerseits. Andererseits ist unvergessen, dass die gesamte Britpopbewegung in ihrer weinerlichen Blasiertheit irgendwann einfach nur noch genervt hat. Umso erfreulicher ist es, dass sich MacLeod eher an fideleren Genrevertretern wie Supergrass oder gleich am US-Alt-Pop der 90er orientiert. So lässt der beschwingte Opener ›Let It Shine‹ an ›Breakfast At Tiffany’s‹ von Deep Blue Something denken. Das hindert MacLeod aber nicht daran, im super einprägsamen Titeltrack ein wenig R.E.M.-Wehmut zu versprühen. Was auch an seiner an Michael Stipe erinnernden Stimme liegt. Leider verfügt der Schotte nicht ganz über die Dringlichkeit seines Liedermacher-Kollegen Frank Turner, der mit seinem unverblümten, mitreißend rüden Folk-Rock an den frisch elektrifizierten Bob Dylan der mittleren 60er Jahre anknüpft. ROLLING STONE ist also keine Offenbarung, aber ein schönes Stück Popmusik für Autofahrten im leider noch weit entfernten Frühling.

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Das Neueste

Rückblende: Otis Redding mit ›(Sittin’ On) The Dock Of The Bay‹

Geschrieben von Redding und seinem Gitarristen und Produzenten Steve Cropper, wurde der Song zu einem der langlebigsten Hits von...

Meilensteine: The Tubes

Juni 1975: Fulminantes LP-Debüt mit der Hymne ›White Punks On Dope‹ erscheint Als die Nina Hagen Band 1978 mit ›TV-Glotzer‹...

Todd Rundgren: Der Universal-Wizard

Ist Todd Rundgren nicht in erster Linie Musiker? Schon, aber auch als einfallsreicher Produzent hinterließ er tiefe Spuren, ebenso...

Das letzte Wort: Dave Wyndorf

64 und kein bisschen leise – der Kultstar aus New Jersey legt mit Monster Magnet dieser Tage eine Covers-Platte...
- Werbung -

The Kinks: Wir gegen die

Es tut gut zu wissen, wer der Feind ist. Die Kinks spüren das, als sie vor 50 Jahren ihr...

Die fünf Gesichter von Deep Purple: Don Airey

„Onkel Don“ – so nennen seine Bandkollegen Don Airey manchmal, und es ist nicht schwer zu begreifen, warum. Der...

Pflichtlektüre

Review: Led Zeppelin – THE SONG REMAINS THE SAME SUPER DELUXE EDITION

Die Songs bleiben (fast) dieselben: Led Zeps einst kritisch...

Dr. John: Das Konzert seines Lebens

Keiner weiß genau, wie viele Konzerte Dr. John in...
- Advertisement -

Das könnte dir auch gefallen
Für dich empfohlen