Review: Alice In Chains – RAINIER FOG

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Review: Alice In Chains – RAINIER FOG

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Alice In Chains Rainier Fog

Seattle im Nebel – und die passende musikalische Umsetzung.

Manchmal drückt ein Bild eben mehr aus als tausend Worte. Mit der Ab­bildung des Mount Rainier hätten Alice In Chains wohl kein treffenderes Motiv für das Frontcover ihres sechsten Studioalbums auswählen können als den mächtigen und oft von einer dicken Nebeldecke umhüllten Vul­kan­berg vor den Toren ihrer Heimatstadt Seat­tle. Denn ähnlich massiv gestaltet sich auch der alles pulverisierende Alternative-Rock-Sound der amerikanischen Grunge-Pioniere, die sich für den Nach­folger ihres vor fünf Jah­ren veröffentlichten und seinerzeit hochgelobten Meisterwerks THE DEVIL PUT DINOSAURS HE­­RE zum ersten Mal seit über 20 Jahren wieder für Plattenauf­nah­men in ihrer verregneten Heimatstadt zusammenfanden. Mit beneidenswert spielerischer Leichtigkeit lässt das Kultquartett auf Songs wie ›Fly‹ oder ›Maybe‹ melancholische Härte auf sofort packende Re­­frains prallen, während sich tonnenschwere Gi­­tarrenriffs wie brennende Lava durch die Songs wälzen und sich schließlich mit dem Gesang von Jerry Cantrell und William DuVall die Him­mels­schleusen zu einem einzigen, erlösenden Wolkenbruch öffnen. Schon mit ihrem Debüt­werk FACELIFT von 1990 haben Alice In Chains den tiefen Weltschmerz zur Kunstform erhoben – mit RAINIER FOG setzen sie sich nun ein Denkmal von der Größe des besagten Berges – mindestens.

9/10

Alice In Chains
RAINIER FOG
BMG

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