Review: Deep Purple – WHOOSH!

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Review: Deep Purple – WHOOSH!

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Deep Purple WhooshPutting the Deep back into Purple

Nur drei Jahre nach seinem angeblichen Abschiedsalbum INFINITE kommt das alte englische Hardrock-Flaggschiff Deep Purple zum 21. Mal mit einem neuen Studioalbum um die Ecke. Produzenten-Legende Bob Ezrin (Kiss, Pink Floyd, Deftones, Peter Gabriel, Kansas, Lou Reed) hat zum dritten Mal am Mischpult Platz genommen. Das sehr gute Niveau von NOW WHAT?! konnte das keineswegs schlechte INFINITE nicht ganz halten, was lässt sich die Formation also einfallen, um nach über 50 Jahren noch mal Gas zu geben und vielleicht sogar zu überraschen? Die Band erkundet weiterhin neue Bereiche der Musik, das macht sie auch nach wie vor relevant. Deep Purple grenzen sich in ihrem Schaffen nicht ein, strecken sich in alle Richtungen und lassen ihrer Kreativität freien Lauf. ›Throw My Bones‹ ist Deep Purple à la carte, hat ein typisches Roger-Glover-Bassriff und dazu eine unwiderstehliche Melodieführung. Der stärkste Opener seit PERFECT STRANGERS. ›Man Alive‹: ein vorzüglich gelungenes Projekt mit progressiven Zügen.

Deep Purple Woosh!

WHOOSH! ist überhaupt ein äußert vielseitiges Album geworden, bei dem sehr viel Wert auf zuverlässige Melodien gelegt wurde, die die Band zuhauf aus dem Ärmel zu schütteln vermag. ›Nothing At All‹ ist hierfür ein Beispiel, ebenso das ausgesprochen gute ›The Long Way Around‹ (lediglich das Riff zu Beginn ist ein wenig beliebig), ›Don’t Need To Shout‹ mit Frauen-Chor, dessen Beginn mich stark an ›Knocking At Your Backdoor‹ erinnert, sowie das mystische ›Step By Step‹. Zwar gelingt nicht alles, was der Fünfer anpackt (›What The What‹, ›The Power Of The Moon‹, das recht fade ›Dancing In Your Sleep‹), aber das fällt nicht wirklich negativ ins Gewicht, da der Rest so unglaublich stark geworden ist.

9 von 10

Deep Purple
WHOOSH!
EARMUSIC/EDEL

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