Review: Don‘t Breathe

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Review: Don‘t Breathe

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don't breathe
Scheint es zuletzt im Sperrfeuer aus multi­milliarden Dollar schweren Franchises, seriellem Kino und der Erfolgsformel aus Prequel-Sequel-Remake generell schwierig, mit originellen und idealerweise innovativen Stoffen Aufmerksamkeit zu erregen, so hat sich abseits des zunehmend an Bedeutung verlierenden Sonderfalls Arthouse der Genrefilm als einer der letzten Rückzugsorte für Neues und Ungesehenes erwiesen. Selbst wenn wie im vorliegenden Fall die Ausgangsidee auf den ersten Blick nicht sonderlich einfallsreich wirkt: Ein Trio aus drei Einbrechern, gerade erst dem Teenageralter entwachsen, nutzt die Verbindungen zu einer Security-Firma für ihre Raubzüge durch die Häuser reicher Kunden. Nun steht ein besonders bemerkenswerter Coup an, denn in einem verlassenen Viertel Detroits steht das bestens gesicherte Anwesen eines blinden Kriegsveteranen (Stephen Lang), der nach dem Unfalltod seiner Tochter eine Entschädigung in Höhe mehrerer Hunderttausend Dollar erhalten hat. Der Plan ist simpel: Einbruch, Diebstahl, Flucht. Er erweist sich in der Realität jedoch als weit diffiziler als gedacht, denn zum einen zeigt sich der Ex-Soldat nicht so wehrlos wie vermutet, zum anderen hütet er ein finsteres Geheimnis. Eine in Hinblick auf die Handlung eigentlich nicht be­­sonders komplexe Ausgangslage, die Sam-Raimi-Protegé und Regisseur Fede Alvarez jedoch mit höchstem inszenatorischen Geschick und unablässig nach vorne drängendem wie höchst fesselnd entsponnenem Plot zum genial kompromisslosen Horrorthriller macht. Der sich vor allem deshalb derart intensiv zeigt, da Alvarez auf die im Genre üblichen brutalen Schockmethoden und den Trend hin zu übersinnlichem Spuk komplett verzichtet und lieber auf nahezu perfekt umgesetztes Film­handwerk setzt.

8/10

Don‘t Breathe
Sony/Jetzt erhältlich

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