Review: Fraternity – SEASONS OF CHANGE – THE COMPLETE RECORDINGS 1970-1974

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Review: Fraternity – SEASONS OF CHANGE – THE COMPLETE RECORDINGS 1970-1974

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Ein Tribut an Bon Scotts vergessene Vergangenheit

Wer sich Fan nennt, der weiß, dass Bon Scott vor seinem Einstieg bei AC/DC bei den Valentines und bei Fraternity gesungen hat. Von letzterer Truppe hat Victor Marshall, heutiger Chef der australischen Promo-Agentur The Grape Organisation, nun in Zusammenarbeit mit den noch lebenden Mitgliedern eine drei CDs umfassende Bandhistorie herausgebracht, die der Gruppe die Aufmerksamkeit einbringen soll, die sie verdient hat. In dem Set namens SEASONS OF CHANGE sind die beiden remasterten Fraternity-Alben LIVESTOCK und FLAMING GALAH enthalten, inklusive diverser Single-Releases und B-Seiten. Als Höhepunkt wurde außerdem ein hier als „drittes Album“ bezeichneter Silberling beigefügt, der unter dem Titel SECOND CHANCE einige verloren geglaubte Studio- und Liveaufnahmen sowie Performances mit Bons Kumpel Vincent Lovegrove vereint. Neben der wirklich wichtigen Rolle, die dieses Kollektiv Anfang der 70er in der australischen Musikszene innehatte und den wundervollen Arrangements, die zwischen Pub Rock, Hippie-Flair, Proto-Metal und Art Rock changieren, schwebt für AC/DC-Fans natürlich Bon Scott, zahnlückiger Hippie, der er damals war, über allem und kann auch in diesem aus heutiger Sicht eher ungewohnten Kontext brillieren. Wobei das testosterongeladene Lausbuben-Rockstar-Bild von später seinem Innersten irgendwie doch mehr entsprach.

9 von 10 Punkten

Fraternity, SEASONS OF CHANGE – THE COMPLETE RECORDINGS 1970-1974, CHERRY RED/ROUGH TRADE

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