Review: Grey Daze – AMENDS

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Review: Grey Daze – AMENDS

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Letzter Vorhang einer gepeinigten Seele

Grey Daze hieß die Band, in der sich Chester Bennington die Seele aus dem Leib sang, ehe er sie verließ und mit Linkin Park zum größten Rock-Sänger des jungen 21. Jahrhunderts wurde. Im Guten ging man Mitte der 90er in Arizona nicht auseinander, raufte sich später aber wieder zusammen und wollte Grey Daze sogar zurückbringen. Soweit die Origin-Story. Dass aus der nichts wurde, weil sich Bennington das Leben nahm, ist immer noch tragisch. Umso diffiziler also, dieses Album objektiv zu bewerten. Man hat seine Gesangsspuren isoliert und die Songs komplett neu eingespielt. Zeitgemäß klingen sie deswegen schon mal, irgendwo zwischen nervösem Alternative Rock mit elektronischen Elementen und großem Pop. Und Benningtons Stimme, die konnte einem schon damals einen Schauer über den Rücken laufen lassen. Das macht AMENDS natürlich in erster Linie für Linkin-Park-Fans interessant; Songs wie das flirrende, klaustrophobische ›B12‹, das epische ›She Shines‹ oder das dramatische ›Morei Sky‹ können aber eben auch ohne den Bennington-Bonus überzeugen.

Und lassen den Hörer mit einem beklommenen Gefühl zurück. Stellt sich nur die Frage, wer hier etwas wiedergutzumachen hat, wie der Titel ja suggeriert.

7 von 10 Punkten

Grey Daze, AMENDS, WARNER

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