Review: Phil Collins – SERIOUS HITS… LIVE!/ A HOT NIGHT IN PARIS

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Review: Phil Collins – SERIOUS HITS… LIVE!/ A HOT NIGHT IN PARIS

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Phil Collins Serious Hits liveDoktor Hit und Mister Big-Band-Jazz: zwei weitere remasterte Collins-Klassiker.

Unter dem Motto „Take A Look At Me Now“ komplettierte Phil Collins in den vergangenen zwei Jahren peu à peu seine umfängliche Werkschau: Schon erhältlich sind sämtliche Studioalben des Back-Katalogs, zuletzt ergänzt um die Sammlung THE SINGLES und die 4-CD-Kompilation denkwürdiger Duette und Kollaborationen PLAYS WELL WITH OTHERS. Kein Zufall, dass sich Collins’ kürzliche Ankündigung von erneuten Touraktivitäten 2019 mit zwei weiteren Veröffentlichungen auf CD und Vinyl überschneidet: SERIOUS HITS… LIVE!, aufgezeichnet im Erfolgszenit am 15. Juli 1990 in der Berliner Wald­bühne, erschien im November gleichen Jahres als VHS. Für die Formate Doppel-LP, CD und Cassette wählte Collins seinerzeit eine willkürliche Auswahl seiner Hits aus diversen Stationen der „Seriously, Live! World Tour“, die ihn und seine Crew rund um die Welt in die größten Stadien und Arenen führte.

Rekorde brach die Hit-Kollektion mit Selbstläufern wie ›In The Air Tonight‹, ›Another Day In Paradise‹, ›You Can’t Hurry Love‹, ›Against All Odds (Take A Look At Me Now)‹ und ›Easy Lover‹ im Duett mit Philip Bailey zwar weltweit, aber Deutschland überschlug sich regelrecht in Superlativen: Nicht nur, dass SERIOUS HITS… LIVE! im Gespann mit WESTERN­HAGEN LIVE! zu den meistverkauften Konzertalben hierzulande zählt, es erzielte auch Rang 1 der Media Control Charts und Dreifach-Platin.

Aus gänzlich anderem Holz geschnitzt erweist sich A HOT NIGHT IN PARIS von 1999 mit der Phil Collins Big Band. Da verspürte der kleine Große aus Chiswick, Middlesex, der schon 1963, angetrieben von Mutter Winifred, einer Theateragentin, Kinderrollen auf Londoner Bühnen übernahm, keinerlei Lust auf Stimmaktionen und tobte sich am Schlagzeug aus. Mit sechs Saxo­fonisten, fünf Trompetern, vier Posaunisten sowie Rhythmus-Sextett arrangierte er Collins- und Gene­sis-Klassiker wie ›Sussudio‹, ›Invisible Touch‹, ›I Don’t Care Anymore‹ und ›The Los Endos Suite‹ in lupenreinen Big-Band-Jazz um. Miles Davis’ ›Milestones‹ und ›Pick Up The Pieces‹ von der Ave­rage White Band sorgten für Kontraste. A HOT NIGHT IN PARIS wird erstmals auf schwarzem Vinyl erhältlich sein.

SERIOUS HITS… LIVE!: 6/10
A HOT NIGHT IN PARIS: 7/10
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