Spirit: Ein bleibender Einfluss?

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Spirit: Ein bleibender Einfluss?

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Eine Band, die mittlerweile vor allem bekannt ist als „die, die Led Zeppelin verklagten“: Doch Spirit waren mehr als das. Zum Geburtstag von Drummer Ed Cassidy, der heute 98 Jahre alt geworden wäre, ein Blick auf die verworrene Geschichte der Band aus Kalifornien.

Ed Cassidy war zuvor in einigen Bands und hatte besonders in den 50er Jahren mit Jazz-Größen wie Gerry Mulligan oder Zoot Sims zusammengearbeitet. Auch Gitarrist Randy California konnte eine beachtliche Kooperation vorweisen: Den Spitznamen, den er bis zu seinem Tod behielt, hatte er von niemand anderem als Jimi Hendrix bekommen. Randolph Wolfe, wie er mit bürgerlichem Namen hieß, hatte mit Hendrix unter den Namen Jimmy James and the Blue Flames gemeinsame Sache gemacht.

Im Jahr 1965 hatte Stiefvater Cassidy mit seinem Stiefsohn Wolfe und Bassist Mark Andes die Red Roosters gegründet. Da jedoch jeder nebenbei anderen Verpflichtungen nachging, waren die Red Roosters recht kurzlebig. Und wie ein Pilz aus einem anderen Pilz heraus wachsen kann, kam 1967 der Keyboarder John Locke mit ins Boot und die Band Spirits Rebellious entstand – benannt nach einem Buch des Poeten Khalil Gibran aus dem Jahr 1908. Weil der neue Name allerdings zu lang war, wurde das Ganze schlichtweg auf Spirit verkürzt. Produktiv waren sie, entstanden in den Jahren 1968 und 69 doch ganze drei Alben. Und auch der Erfolg klopfte an: 1969 spielten Spirit einige Konzerte mit Led Zeppelin. Und die waren so angetan, dass sie kurzfristig den Song ›Fresh Garbage‹ live spielten.

Doch in den 70ern wurde es schwieriger: Jeder ging wieder seinen eigenen Projekten nach, auf Kosten der Band. Es folgte Wechsel um Wechsel bis teilweise keines der Gründungsmitglieder mehr an Bord war. Offiziell existierten Spirit bis 1997 und spielten in wechselnder Besetzung, unter anderem auch in Deutschland in der Grugahalle in Essen in der Rockpalast-Nacht.

Für Aufruhr sorgte dann vor allem die Klage des Nachlassverwalters von Randy California, der 1997 verstorben war. Er als Sänger und Gitarrist hatte die meisten Tracks der Band geschrieben. Der von ihm geschriebene Song ›Taurus‹ von 1968 soll große Ähnlichkeit mit Led Zeppelins ›Stairway To Heaven‹ haben. Das Ziel der Klage: Randy California als Co-Autor des Songs zu nennen. Während das Verfahren selbst zugelassen wurde, da eine Ähnlichkeit vorhanden gewesen wäre, wurde der Plagiatsvorwurf schließlich abgelehnt.

Doch statt „die, die Led Zeppelin verklagten“ kann man sich Spirit auch an die mit dem Hit ›I Got A Line On You‹ erinnern. Denn der wurde mehr als nur einmal gecovert: Blackfoot, Chagall Guevara, Patrick Cowley, Alice Cooper, Jeff Healey, Juicy Lucy, Who Watchiz Ze Watchmain, Ile Kallio, Kim Mitchell, Mushroom und schließlich Alice Cooper noch einmal mit den Hollywood Vampires.

Bleibenden Eindruck haben Spirit also (wenn auch nur unterschwellig) hinterlassen, nicht nur auf Alice Cooper, Led Zeppelin und Co..

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