Review: The Police – EVERY MOVE YOU MAKE: THE STUDIO RECORDINGS

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Review: The Police – EVERY MOVE YOU MAKE: THE STUDIO RECORDINGS

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Police Every Move You Make

Flexible Strategien im Jubiläumspaket zum 40.: fünf Studioalben plus Raritäten-LP im Half-Speed-Mastering.

Als The Police 2007 ihr 30. Jubiläum zelebrierten, drehten sie eine Ehrenrunde auf dem weltweiten Tourneeparkett. Doch schnell erreichte der gruppeninterne Disput jene Intensität wie zur Zeit der ersten Trennung – rasch legten sich die Publikums­lieblinge selbst ad acta. Zum 40. lassen die Polizisten lieber die Hardcover-Box EVERY MOVE YOU MAKE: THE STUDIO RECORDINGS für sich sprechen. Im Half-Speed-Mastering und auf 180-Gramm-Vinylen vereinen sich fünf Studioalben mit der zwölf Tracks starken Raritäten-LP FLEXIBLE STRATEGIES sowie einem 24-seitigen Foto-Booklet im LP-Format.

Im Punk-Revolutionsjahr 1977 empfahlen sich die drei zwischen die Generationen geratenen Virtuosen als Brückenbauer. Nahmen Andy Summers, Stewart Co­­peland sowie Sting der Majorität doch die Angst vor Punk, New Wave, Dub und Reggae. Auf moderate Art integrierten sie Innovationen in ihren soliden Pop mit einem Hauch von Anti-Establishment. Das Debüt OUTLANDOS D’AMOUR (1978) demonstrierte mit den Ohrwürmern ›Roxanne‹, ›So Lonely‹ und ›Can’t Stand Losing You‹ Stings Händchen für Massenkom­patibles. Als Blaupause erwies sich das globale Pla­tinwerk für weitere Longplayer: Der Nachfolger REG­GATTA DE BLANC platzierte sich im Heimatland auf der Pole Position und lieferte zudem die UK-Einsen ›Message In A Bottle‹ und ›Walking On The Moon‹. Von da an ging jede weitere LP in UK auf Platz 1. Eher banale Single-Hits wie ›De Do Do Do, De Da Da Da‹ und ›Don’t Stand So Close To Me‹ machten es möglich: Als von Millionen Teenagern um­­schwärmte Boy-Band des New Wave gelang 1980 mit ZENYATTA MONDATTA schließlich auch in den USA der Durchbruch.

Gehaltvolleres fand sich in ›Driven To Tears‹, ›Man In A Suitcase‹ und ›Ca­­nary In The Coalmine‹. Nachdenklich geriet 1981 das Konzeptwerk GHOST IN THE MACHINE nach Thesen von Arthur Koestler, der eine von Com­putern regierte Welt prophezeite. Die 45er ›Every Little Thing She Does Is Magic‹, einmal mehr karibisch angehaucht, stand Stings düsteren Zweifeln von ›Darkness‹, ›Invisible Sun‹, ›Demolition Man‹ und ›Spirits In A Material World‹ entgegen. Dank der Hit-Multiplikatoren ›King Of Pain‹, ›Every Breath You Take‹ und ›Wrapped Around Your Fingers‹ gelang mit dem vom Psychoanalyse-Pio­nier C.G. Jung inspirierten SYNCHRONICITY (1983) die erste Nummer 1 beiderseits des At­­lantiks.

9/10

The Police
EVERY MOVE YOU MAKE: THE STUDIO RECORDINGS
A & M/POLYDOR/UNIVERSAL

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