Review: Tomahawk – TONIC IMMOBILITY

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Review: Tomahawk – TONIC IMMOBILITY

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Erfrischendes aus der Patton-Schmiede

Gutes Timing ist alles, will man die Gunst des Zuhörers im gnadenlos umkämpften Musikbiz gewinnen – und in Zeiten von Auftrittsverboten schlicht überleben. Das weiß auch Tausendsassa Mike Patton. Clever ist er ja schon, der exaltierte Hansdampf in allen Gassen: Statt nur einem hat er sich mit zahlreichen Projekten gleich mehrere Standbeine geschaffen. Wird es mit der geplanten Europatournee seiner überlebensgroßen Stammformation Faith No More – angesichts des Kultstatus, den die Band genießt, ein Triumphzug – pandemiebedingt nichts, weicht man eben auf mehrere kleine Einnahmequellen aus – eine Strategie, an der sich so manch jammernde Künstler mit Hang zu Verschwörungstheorien ein Beispiel nehmen können.

Entfacht von der 2020 eingeläuteten Rückkehr seines Thrash-Steckenpferds Mr. Bungle, findet das Medien- und Fan-Interesse an der Persona Patton nun Futter in Form eines neuen Tomahawk-Albums. Und auf dem liefern Patton, John Stanier (Ex-Helmet), Duane Denison (The Jesus Lizard) und Trevor Dunn (Mr. Bungle, Fantômas) gewohnt souverän ab: alternative Avant-Rock mit Understatement, zugänglicher und weniger trüb gefärbt als so manch anderes Patton-Projekt, doch mit immer noch genug Schräglage, um jegliche Konventionen über Bord rutschen zu lassen. Zwölf Tracks gegen den Pandemie-Koller.

9 von 10 Punkten

Tomahawk, TONIC IMMOBILITY, IPECAC/PIAS

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