Takida

-

Takida

- Advertisment -

Takida_Lev03b_300dpi_8815svSchweden, keine Japaner. Rocker, keine Popper.

Takida? Das könnte eine asiatische Kampfsportart sein. Eine neue Motorradmarke. Oder der Name einer Sushi-Bar. Die Richtung stimmt schon mal – aber eben nur halbwegs. Der Name ist tatsächlich der Figur Gohei Takeda aus dem Manga-Comic „Ginga Nagereboshi Gin“ entlehnt, also schwer japanisch. Die dazugehörige Band stammt allerdings aus Schweden. Und spielt einen melodischen Rock, für den in den vergangenen Jahren eher die Kanadier Nickelback verantwortlich gemacht wurden. Auch wenn das Bassist Fredrick Pålsson in gewisse Erklärungsnot bringt: „Wir klingen doch eigentlich gar nicht nach Nickelback… Obwohl, vielleicht tun wir’s doch. Beeinflusst haben sie uns aber definitiv nicht.“

Gitarrist Tomas ­Wallin stellt richtig: „Wir sind mit den Rockbands der achtziger Jahre aufgewachsen, mit Iron Maiden und Judas Priest. Aber auch Therapy haben uns beeinflusst, unsere Bandbreite ist also ziemlich groß.“

Fakt ist: Takidas Musik ist Hardrock mit durchaus poppigen Untertönen. Fakt ist auch: In Schweden ist das Quintett aus dem Städtchen Ånge bereits hoch prominent, hierzulande aber noch ein nahezu unbeschriebenes Blatt – was sich aber gerade ganz schnell ändert.

BURY THE LIES, ihr zweites Studioalbum aus dem Jahr 2007, ist nämlich im letzten Herbst auch in Deutschland veröffentlicht worden. Im hohen Norden ist man wie so oft schon einen Schritt weiter, denn dort erschien bereits ihr drittes Werk THE DARKER INSTINCT.  Und noch eine Tatsache: Mit käsigem Pop-Rock, der es irgend­wann vielleicht zu Thomas Gottschalk ins Familienprogramm schafft, wollen Takida nun wirklich nichts zu tun haben.

Auf die Bandbreite ihres Publikums sind sie allerdings schon stolz: „In unserem Publikum gibt es junge Mädchen, die uns aus dem Radio kennen, neben ihnen stehen ein paar Meshuggah-Fans und dann sind da noch jene Rock-Veteranen, die schon seit den Sechzigern auf Konzerte gehen.“ Irgendwie auch eine Familie. Aber eben anders.

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Das Neueste

Videos der Woche: Alice Cooper mit TRASH

Trash. Zu Deutsch: Müll. Doch das Album sollte die Karriere des Gruselrockers nicht in die Tonne befördern, sondern zu...

In Memoriam: Peter Green

Er war Sänger, Songwriter und einer der besten Bluesgitarristen, die Großbritannien je hervorgebracht hat. Wir blicken zurück auf das...

Jim Breuer und Joe Elliott: Das liebe ich an BACK IN BLACK

Jim Breuer (Comedian und Beano-Imitator) "BACK IN BLACK prägte meine Teenager-Jahre. Es gab, als ich aufwuchs, einen Clash der Sub­kulturen…...

Rückblende: The Quireboys mit ›7 O’Clock‹

Dieser hochansteckende, aufpeitschende Fanliebling von Spike & Co. hatte in den ersten paar Jahren seiner Existenz nicht mal einen...
- Werbung -

Die reine Polemik!

Diesmal eher unpolemisch, dafür mit einer tiefen Verbeugung: vor zwei Typen, die 1973 etwas wahrhaft Großes schufen, das in...

Gamechangers: Guns N‘ Roses mit APPETITE FOR DESTRUCTION

Ob Buddy Holly, der den Kids beibrachte, eine Fender Stratocaster zu begehren, George Harrison als Pionier des amerikanischen Folkrock...

Pflichtlektüre

Die skurrilsten Cover der Rock-Welt: Anvil – Hope in Hell

Um plakative Botschaften ist man in der Metal-Welt selten...

The Rolling Stones: Mick Jagger plaudert aus dem Nähkästchen

Rolling Stones-Frontmann Mick Jagger plaudert fröhlich im Rahmen...
- Advertisement -

Das könnte dir auch gefallen
Für dich empfohlen